Die CSU wackelt. Stoiber hat sich ja selbst bereits zur Bundestagswahl 2006 demontiert, nur hat er es bis jetzt noch nicht bemerkt. Und Bayern ist nicht irgendein Land. Bayern ist die CSU. Da kann man nicht einfach daherkommen und sagen "Der Stoiber muss weg". Was ganz Deutschland weiß, ist für die Bayern so was wie Gotteslästerung oder womöglich noch schlimmer.
Ausgerechnet eine bayerische Frau bringt den Stein ins Rollen. Eine Frau in der Politik ist in unserem größten Bundesland ja seit jeher verdächtig. Und wenn die dann auch noch promoviert hat, womöglich zum Thema "Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien", und sich jetzt auch noch Frau Doktor nennen kann, ja wo bleibt denn da die Bodenständigkeit? Diese Frau Dr. Pauli, die ja da fast über eine Affäre gestolpert wäre, erlaubt sich reichlich viel für eine Landrätin.
Aber der Schuss, den Frau Pauli abgefeuert hat, hat genau ins Schwarze getroffen. Auch ein kleiner Stock kann gefährlich werden, wenn man mit ihm in ein Wespennest sticht. Mittlerweile überbieten sich die CSU-Politiker darin, Stoibers Rücktritt zu fordern, ihm zu viel Sitzfleisch vorzuwerfen. "Wir wissen alle ganz genau, dass Stoiber nicht mehr zu halten ist", der "kollektive, heuchlerische Eiertanz" müsse ein Ende haben. Plötzlich erkennen alle, die Stoiber gestern noch die Stange gehalten haben, woher der Wind weht. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff zuerst, den letzten beißen die Hunde.
Stoiber wird, bei der bisherigen Geschwindigkeit seiner Demontage, nicht mehr bis September durchhalten und vorher aus "gesundheitlichen Gründen" abtreten, da wette ich um ein Abo der Zeitschrift "Bayernkurier".
Auf Wiedersehen
Dienstag, 16. Januar 2007
Wie geht's in Bayern weiter?
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